Injektionen

Injektionen

Je nachdem, wohin das Medikament gespritzt werden soll, unterscheidet man Art und Anwendung von Injektionen.

  1. intramuskuläre Injektion
  2. subcutane/intracutane Injektion
  3. intravenöse Injektion
  4. intraarticuläre Injektion (in ein Gelenk, z.B. Ellenbogen, Knie, Hüfte)

Es gibt auch noch andere Injektionsformen, die aber sehr speziell sind, z. B. in eine Arterie oder in ein Gelenk. Diese bezeichnet man als intraarterielle und intraartikuläre Injektion.

Die intracutane Injektion

Hier wir ein Medikament direkt in die Haut injiziert. Dabei bildet sich eine deutlich sichtbare runde Vorwölbung der Oberhaut, die als „Quaddel“ bezeichnet wird. Die intradermale Injektion wird häufig bei Allergietests durchgeführt.

Die subcutane Injektion

Bei einer subcutanen Injektion wird ein Medikament in den Bereich der Unterhaut gespritzt.

Die intramusculäre Injektion

Wird bei einer Injektion das Medikament direkt in den Muskel gespritzt, so spricht man von einer intramuskulären Injektion (z.B. Schmerzmittel).

Die intravenöse Injektion

Wird ein Medikament direkt in eine Vene gespritzt, tritt die Wirkung oft schon nach wenigen Sekunden ein. Eine intravenöse Injektion erreicht sofort einen hohen Wirkspiegel im Blut (z.B. Herzmedikamente oder Asthmamedikamente).

Die intraarticuläre Injektion

Intraarticuläre Injektionen oder allgemein auch Gelenkspritzen bieten die Möglichkeit ein Medikament bei Entzündungen oder auch Wirkstoffe direkt in das Gelenk einzuspritzen. Hierbei kommt es zu einer deutlich höheren Konzentration am Ort des Geschehens und es können positive Effekte im Sinne einer Bewegungsverbesserung und Schmerzlinderung erreicht werden. Cortison als intraarticuläre Injektion führt zu einer deutlichen Schmerzlinderung und Entzündungshemmung im Gelenk.

Hyaluronsäure als körpereigener Bestandteil der Gelenkflüssigkeit ist wesentlich für die Knorpelernährung, Schmierung des Gelenkes und für die Stoßdämpfung verantwortlich. Altersbedingt verringert sich die Konzentration im Gelenk und es kommt zum Verschleiß. Dieser Prozess kann durch die Gelenkspritze deutlich verzögert, die Beweglichkeit verbessert und ein mögliches künstliches Gelenk zu einem späteren Zeitpunkt implantiert werden.

Die intraarticuläre Injektion von Hyaluronsäure

Hyaluronsäure (ein Glykosaminoglykan) ist Hauptbestandteil der Synovia (Gelenkflüssigkeit) und wird in Knorpelzellen (Chondrozyten) und in Zellen der Gelenkhaut (Synoviozyten) gebildet. Die Hyaluronsäure verleiht der Gelenkflüssigkeit ihre Viskoelastizität. Dadurch wirkt sie wie ein Schmiermittel im Gelenk.

Wie Untersuchungen an Hyaluronsäure-Lösungen zeigen, sind diese Eigenschaften von der Scherkraft abhängig. Zu beobachten ist ein Anstieg der Elastizität bei hohen Scherkräften, wie sie bei mechanischen Belastungen (z.B. Sport) auftreten. Dieser Effekt hat eine optimale Stoßdämpfung im Gelenk zur Folge. Beim Einwirken niedriger Scherkräfte auf das Gelenk (z.B. in Ruhe) steigt die Viskosität an und führt zu einer Erhöhung der Lubrikation, d.h. die Benetzung der Gelenkknorpel mit Synovialflüssigkeit wird optimiert, die Gelenkflächen gleiten reibungsarm übereinander. Daneben gibt es Belege für antientzündliche und schmerzmindernde Wirkungen der Hyaluronsäure.
Bei entzündlichen Prozessen infolge eines Traumas oder einer Arthrose sinkt die Konzentration der Hyaluronsäure in der Synovialflüssigkeit. Die Folgen sind eine verminderte Schutzfunktion sowie degenerative Veränderungen des Gelenks bei anhaltender Störung des Gelenkstoffwechsels. In-vitro-Untersuchungen und tierexperimentelle Studien belegen die Wirkungen endogener Hyaluronsäure im Gelenk sowie die Bedeutung eines gestörten Hyaluronsäure-Stoffwechsels für die Entstehung und Entwicklung einer Arthrose.

Infiltration zur Schmerztherapie

Infiltrationen mit Lokalanästetica ev. mit Cortison zur Schmerztherapie.